Diakonie im Enzkreis bleibt „nah am Mensch“

Herr Kolb und Frau Wagner halten Schilder in die Höhe. Auf den Schildern steht: Nah am Menschen. Und: Zuerst der Mensch.

Auch die Diakonie im Enzkreis muss sich den Erfordernissen der Pandemie anpassen. Doch gilt auch während Corona unser Motto: „Zuerst der Mensch“. Wir werden, so der neue Geschäftsführer Markus Kolb, unsere Klienten nicht im Stich lassen.
Aber wir sind gerade im Hinblick auf die Erhaltung der Gesundheit sowohl unseren Klienten als auch unseren Mitarbeitern verpflichtet. Kolb: “Aus Sicherheitsgründen wurden ja bereits die Tagesstätten für psychisch Kranke in Mühlacker und Wilferdingen geschlossen. Ebenso wie der soziale Laden Madita in Mühlacker“.

Um die Gesundheit unserer Mitarbeiter und Klienten zu schützen, sind, zunächst bis 08. Mai 2020 befristet nur noch jeweils drei Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Dienststellen Pforzheim und Mühlacker tätig. Diese sind aber im ständigen Kontakt mit den Kollegen, die von zu Hause arbeiten.
Kolb fordert dazu auf, auch Anliegen auf dem Anrufbeantworter zu hinterlassen.
„Wir werden uns schnellstmöglich mit den Anrufern in Verbindung setzen.“ In Krisenfällen kann auch nach Abstimmung im persönlichen Kontakt unter Beachtung aller Sicherheitsvorkehrungen weitergeholfen werden.

Nah am Menschen wollen die Mitarbeiter der Diakonie insbesondere der Gruppe der psychisch Kranken sein.
Kolb: „Die Schließung unserer Tagesstätten ist für deren Besucher ein schwerer Einschnitt für ihren Tagesablauf. Das Wegfallen dieser tagesstrukturierenden Einrichtung birgt für viele ein großes Risiko der Vereinsamung und beeinflusst negativ die psychischen Stabilität. Gleiches gilt für die Begleitung im Sozialpsychiatrischen Dienst und dem Ambulant Betreuten Wohnen.
Die Mitarbeiter stehen, wenn dies gewünscht wird, im engen Telefonkontakt und versuchen so Sicherheit zu geben und psychische Stabilität zu erhalten.

Allgemeine Sozialberatung, Ehe-Lebensberatung und Beratung für Hilfen im Alter sind telefonisch weiterhin möglich.
Da wichtige Hilfsmöglichkeiten wegfallen, wie z.B. die offene Sprechstunde in der Dienststelle in Mühlacker, ist die Diakonie Enzkreis auch im engen Kontakt mit anderen sozialen Einrichtungen, um sich zu vernetzen oder über neu aufgebaute Hilfsangebote zu informieren.

Menschen mit Beratungsbedarf erreichen die Dienststelle Pforzheim täglich von 9-12 Uhr unter der Nummer 07231 9170-0.
Die Dienststelle Mühlacker ist an mind. 3 Vormittagen erreichbar unter der Rufnum-mer 07041 811839-0 (bitte achten Sie auf die jeweilige Telefonansage).

Markus Kolb ist neuer Geschäftsführer des Diakonieverbandes Enzkreis.

Der Sozialpädagoge Markus Kolb ist seit dem 1. April neuer Geschäftsführer des Diakonieverbandes Enzkreis. Der 36-Jährige wird Nachfolger von Doris Hötger, die in den Ruhestand tritt. Der Vater einer kleinen Tochter wurde in Bad Saulgau geboren und studierte in Villingen-Schwenningen Soziale Arbeit. Danach arbeitete er als Gruppenleiter beim Erzbischöflichen Kinderheim Haus Nazareth in Sigmaringen. Anschließend war er im dortigen Landratsamt im Allgemeinen Sozialen Dienst des Jugendamtes tätig. Dort beriet und unterstützte er unter anderem Familien, Kinder und Jugendliche, bevor er dann die Sachgebietsleitung übernahm. Dabei war er für 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zuständig, die sich neben den allgemeinen Beratungs- und Unterstützungsaufgaben auch in der Krisenintervention und in der Betreuung unbegleiteter minderjährige Ausländer engagieren. Besonders wichtig ist ihm bei seiner Arbeit „ein wertschätzender und ehrlicher Umgang untereinander sowie ein engagierter und wertfreier Einsatz für Menschen mit vielfältigen Beeinträchtigungen“. An dem neuen Amt freut er sich vor allem, dass er nun auch wieder beruflich zurück zu seinen Wurzeln in der evangelischen Kirche kehre. Als Jugendlicher und junger Erwachsener engagierte sich der Sozialpädagoge intensiv in der Kinder- und Jugendarbeit seiner Heimatgemeinde, daneben war er einige Jahre im Kirchengemeinderat tätig. Markus Kolb zieht nun mit seiner Familie nach Niefern-Öschelbronn, der Heimatgemeinde seiner Frau, die als Kinder- und Jugendpsychotherapeutin arbeitet. In seiner Freizeit spielt er Gitarre und liest sehr gerne. Außerdem war Kolb in verschiedenen Theatergruppen aktiv und hofft hier auch im Enzkreis Anschluss zu finden.

Der Diakonieverband Enzkreis wird von den Kirchenbezirken Pforzheim-Land, Mühlacker und Neuenbürg getragen. Die rund 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter helfen in schwierigen Lebenssituationen. Unter anderem unterhält der Verband Tagesstätten für psychisch kranke Menschen und ambulantes Betreutes Wohnen sowie eine Schuldnerberatung. Die Angebote und Hilfen der Diakonie im Enzkreis sind kostenlos und offen für alle.

Sie befinden sich in einer schwierigen Lebenssituation? Sie brauchen Unterstützung?

Die Diakonische Bezirksstelle bietet Ehe,- Familien,- und Lebensberatung an.
Bei persönlichen Problemen, wie Eheproblemen, können Sie sich an die Diakonische Bezirksstelle Neuenbürg wenden.
Dort können Sie auch die aktuellen Gruppenangebote (Trauergruppen, Alleinerziehende…) erfragen.

Wir bieten in der Diakonischen Bezirksstelle auch Sozialberatung an.

Die Sozialberatung richtet sich mit ihrem Angebot an Einzelne und Familien in sozialen Notlagen.
Es wenden sich Menschen an uns, die Fragen zu staatlichen Leistungen haben:

„Wie kann ich meinen Lebensunterhalt sichern?“
„ Was steht mir zu, wenn ich in Arbeitslosengeld II falle?“
„ Kann ich Wohngeld beantragen?"

Wir versuchen gemeinsam mit den Klienten zu klären, wo und wie sie Unterstützung bekommen und wie sie mit ihrer Situation zurechtkommen können.
Die Sozialberatung ist aber auch in gravierenden oder ausweglos erscheinenden Notsituationen eine erste Anlaufstelle.

„Ich habe eine Wohnungskündigung bekommen.“
„Ich habe kein Geld mehr um Essen zu kaufen.“

In solchen Fällen leiten wir Maßnahmen zur Existenzsicherung ein und versuchen dann mit den Betroffenen gemeinsam wieder eine gesicherte Lebensgrundlage zu erarbeiten. In bestimmten Notsituationen können wir auch finanzielle Unterstützung aus unseren Spendenmitteln anbieten.
Ziel der Beratung ist es, zu erkennen wie die Notsituation entstanden ist und gemeinsam mit den Hilfesuchenden Lösungswege zu entwickeln.
Informationen über soziale Dienste und andere Hilfsangebote, sowie konkrete Unterstützung im Umgang mit Behörden ergänzen unser Angebot.

Bei Bedarf arbeiten wir mit anderen spezialisierten Fachdiensten,
z.B. der Schuldnerberatung und der Schwangerenberatung des Diakonieverbandes Nördlicher Schwarzwald und Fachdiensten anderer Träger zusammen.

Beratungstermine können Sie telefonisch vereinbaren.

Weitere Angebote im Bezirk

  • Begegnungszentrum Neuenbürg - Ankommen. Wohlfühlen. Einkaufen. im Unterwässerweg 6, 75305 Neuenbürg, Tel: 07082 / 9 49 28 00, www.diakonie-nordschwarzwald.de.
  • Haus der Diakonie in Calmbach in der Häberlenstr. 18. Hier können Sie günstig Lebensmittel einkaufen.
  • Tafelladen in Bad Herrenalb in Kloster 11, hat geöffnet Dienstag 14.00 - 16.30 Uhr und  Freitag 10.00 - 11.00 Uhr

TrauerCafé „Trost und Hoffnung“ im Begegnungszentrum Neuenbürg

Auch wenn wir uns in unserem Herzen vom geliebten Menschen verlassen fühlen,
so sind wir in der Gemeinschaft nicht alleine mit unserer Trauer und finden Impulse, wieder ins Leben zurückzufinden – verändert, aber erfüllt und lebendig.
Wir laden Sie sehr herzlich zu unserem TrauerCafé ein.
Termine 2. Halbjahr 2019: 12. September, 10. Oktober, 21. November, 19. Dezember.
Es findet von 16.00 Uhr bis 18.00 Uhr in unserem Begegnungszentrum Unterwässerweg 6, in Neuenbürg statt. Frau Bürkle wird bereits ab 15.00 Uhr vor Ort sein, so dass auch vorab ein paar persönliche Worte möglich sind. Wir freuen uns auf die Begegnung mit Ihnen!

Tafel Bad Herrenalb